Sport und Gesundheit
Bewegung hält gesund
Die Förderung des Sports durch das Internationale Jahr des Sports und der Leibeserziehung 2005 (IJSLE 2005) kann einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung gesundheitlicher Probleme leisten. Bei einer Reihe von weit verbreiteten Krankheiten und Beschwerden wie Rückenschmerzen, Bluthochdruck, Osteoporose, Diabetes II oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen hat regelmäßige körperliche Aktivität einen beträchtlichen Schutzeffekt.
Weltweit stehen 60% aller Todesfälle in direktem Zusammenhang mit solchen nicht übertragbaren Krankheiten, zu deren wichtigsten Ursachen Fehlernährung und physische Inaktivität zählen (Weltgesundheitsbericht der WHO 2002). Sport und Spiel sind entscheidend für ein gesundes Leben, Wohlbefinden, und tragen auch entscheidend zur emotionalen Gesundheit bei - u.a. durch den Aufbau wichtiger sozialer Bindungen, aber auch durch sportliche Erfolgserlebnisse und durch die Freisetzung von Endorphinen durch körperliche Betätigung.
Übergewicht durch Bewegungsmangel und Fehlernährung wird in den Industrienationen inzwischen als große Gefahr erkannt und gesundheitspolitisch entsprechend ernst genommen. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass auch Kinder und Jugendliche zunehmend übergewichtig sind und in Motorik, Koordination, Kraft und Ausdauer gravierende Defizite aufweisen.
"Wir begrüßen selbstverständlich bereits existierende einzelne Initiativen zur Bekämpfung von Übergewicht und Adipositas, Herz-/Kreislauferkrankungen und Diabetes II. Häufig sind aber mangelhafte Ernährung sowie Bewegungsarmut miteinander gekoppelt und Teil einer insgesamt ungesunden Lebensführung. Notwendig ist deswegen eine umfassende Verhaltensänderung des Einzelnen und der Gesellschaft. Um dies zu erreichen ist ein gemeinsames Vorgehen von Verantwortlichen in den Zuständigkeitsbereichen Ernährung, Wissenschaft, Bildung, Sport und Gesundheit erforderlich", betont Prof. Dr. Gudrun Doll-Tepper, Präsidentin des Weltrats für Sportwissenschaft, ICSSPE (www.icsspe.org).
Mangelnde Bewegung, unausgewogene Ernährung und Stress tragen dazu bei, dass sich der Gesundheitszustand der Menschen stetig verschlechtert. Die Belastung der Krankenkassen ist entsprechend hoch. Die Mehrheit der deutschen Bevölkerung ist körperlich nicht aktiv genug. Vielen Kindern fehlt es am nötigen Raum, um ihren natürlichen Bewegungsdrang ausleben zu können. Dadurch kommt es auch zu Auffälligkeiten im sozialen Verhalten. Wir alle sind gefordert, den Kindern ein bewegtes Umfeld zu schaffen und ihnen ein gesundes Bewegungsverhalten vorzuleben.
Der erste Schritt
Jeder kleine Schritt auf dem Weg von körperlicher Inaktivität zu regelmäßiger Aktivität nutzt ihrer Gesundheit. Daher ist es nie zu spät, den ersten Schritt zu machen. Besonders für die Lebensqualität und Leistungsfähigkeit älterer Menschen ist es wichtig, körperliche Aktivität in ihren Tagesablauf zu integrieren.
Sport kann einen bewussteren Umgang mit dem eigenen Körper fördern und besonders in Entwicklungs- und Schwellenländern positive Vorbilder anbieten.
Weitere Informationen unter:
www.un.org/sport2005/a_year/s_health.html
www.lgl.bayern.de/de/left/fachinformationen/gesundheit/_docs/zusammenfassung_whoreport_2002.pdf. (Weltgesundheitsbericht der WHO 2002, deutsche Zusammenfassung)



